• Feldreport 2020

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  • Feldreport Juli 2020

     

    Kürbis

    Nachdem die Ölkürbisanbauflächen im Jahr 2019 noch deutlich unter einem Jahresbedarf lagen, kam der Anbau 2020 wieder in Schwung. Auf über 35.000 ha ist der Anbau in Österreich angestiegen. Die BIO-Ölkürbisflächen wuchsen zum Vorjahr um 28 % (2.000 ha), die konventionellen um etwa 47 % (8.400 ha).
    Der Start in die Vegetation war in den einzelnen Anbauregionen einmal mehr von unterschiedlichen Voraussetzungen geprägt. Die Trockenheit durch seit Herbst 2019 ausgebliebene Niederschläge war zum Anbau präsent. Mit der Aussaat wurde in weiten Teilen zugewartet. Trockenheit und Bedenken im Falle von Ausfällen – etwa durch Spätfrosteinwirkung und nicht unendliche Verfügbarkeit von Saatgut für eventuellen Wiederanbau – waren die Hauptgründe für einen zeitlich nach hinten verlagerten Anbau.
    Der Feldaufgang vom Kürbis war durchwegs gut. Im konventionellen Anbau kam es auf einigen Flächen zu Schädigungen durch das Vorauflaufherbizid Bandur (Notfallzulassung nach Artikel 53 für den Anbau 2020). Großen Einfluss auf die Einwirkung dürften dabei die Bodeneigenschaften aber auch der Anbauzeitpunkt gehabt haben. Ein weiteres, im Kürbis erstmals eingesetztes, Herbizid namens Betosip SC wirkte sich im Nachauflauf bei den angewendeten Flächen auch negativ auf das Kürbiswachstum aus.
    Zur Zeit der Hauptblüte kam dann der schon lange ersehnte Regen. Hagelschäden begleiteten die Niederschläge in einigen Regionen, wodurch auch regional bereits Ausfälle zu verzeichnen sind. Generell sind die Kürbisbestände aber in sehr gutem Zustand, womit mit Stand Anfang Juli eine gute Ernte zu erwarten ist.

    Käferbohnen

    Die Käferbohnenanbaufläche hält sich im Vergleich zum Mehrjahreshoch auf einem niedrigen Niveau. Die Feldbestände haben sich bis zur Blüte gut entwickelt. Blattläusebefall schädigte einzelne Flächen im Juni stark. Die Feuchtigkeit und Temperaturen bis Anfang Juli ließen einen frühen Hülsenansatz zu. Je nach weiteren Witterungsbedingungen ist voraussichtlich eine gute Ernte möglich.

    Saatmais

    In der steirischen Saatmaisproduktion wird die Situation um Krähenfraßschäden immer akuter. Durch den Stufenanbau bei der Hybridproduktion kommt es teilweise zum kompletten Ausfall einzelner Komponenten und infolge zu Befruchtungsstörungen aufgrund des fehlenden Pollens. Zusätzlich sind einige Flächen von massiven Schädigungen durch Maulwurfsgrillen und Fritfliegen betroffen. Weiters wurden mit den Unwettern Ende Juni/Anfang Juli mehr als 10 % der Vermehrungsflächen durch Hagel getroffen.


    Stand: Ende Juni/ Anfang Juli 2020