• Feldreport Juni 2019

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  • Feldreport Juni 2019

     

    Kürbis
    Die Ölkürbisanbauflächen 2019 sind österreichweit um knapp 8% zum Vorjahr gestiegen. Der Haupanteil ist in der Steigerung der Bioflächen zu finden. Diese betragen 7.425 ha im Vergleich zu 6.167 ha im Vorjahr, was einer Ausdehnung von etwa 20% entspricht. Die konventionelle Anbaufläche kann lediglich einen Zuwachs von ca. 3% verzeichnen.

    Die Bedingungen im Mai kamen dem wärmeliebenden Ölkürbis nicht entgegen, was sich vor allem bei den Flächen, die ab Ende April ausgesät wurden deutlich in schlechten Feldaufgängen zeigte. Sowohl konventionelle alsauch biologische Flächen mussten in der Folge noch einmal angebaut werden. Da es anhaltend nass und kühl war, zögerte sich der nochmalige Anbau – teils sogar der Erstanbau - bis Mitte Juni hinaus.

    Die Blüte speziell der frühen von Mitte bis Ende April ausgesäten Bestände begann Mitte Juni unter trockenen Bedingungen. Auch die verspäteten Flächen haben durch die hohen Temperaturen Mitte Juni deutlich an Vegetationsrückstand aufgeholt.
    Es zeigt sich ein sehr durchwachsenes Bild auf den Ölkürbisflächen 2019. Von sehr schönen, bereits sehr weit entwickelten bis schütteren, späten Beständen ist alles vorzufinden. Durch die sehr unterschiedliche Niederschlagsverteilung aufgrund regionaler Gewitter ist auch die Versorgung der Flächen mit Wasser sehr verschieden.

    Ein seriöser Ausblick auf die Ernte ist also noch sehr vage. Dass es im Durchschnitt keine Rekordernte wird, kann aber mit großer Wahrscheinlichkeit gesagt sein.

    Käferbohnen
    Die Anbaufläche bei den Steirischen Käferbohnen ist 2019 um 7,5% gefallen, was auf die noch ausreichenden Lagermengen zurückzuführen ist. Auch die Käferbohnen hatten mit den Wetterbedingungen im Mai zu kämpfen. Nach der den ersten Hitzetagen im Juni bleibt zu hoffen, dass der Juli etwas gemäßigter verläuft, um einen Hülsenansatz zu ermöglichen.

    Saatmais
    Die Saatmaisvermehrungsflächen in der Steiermark haben sich durch die niedrigen Temperaturen im Mai sehr ungleichmäßig und langsam entwickelt. Die Homogenität der Bestände ist generell unzufriedenstellend. Die Stufensaaten wuchsen nicht gleichmäßig schnell. Das wird sich in der Blüte zeigen, ob die Synchronisation von männlichen und weiblichen Komponenten dennoch zusammenpasst.

     

    Stand: Juni 2019