Ing. Bernhard List

Mobil +43 664 440 75 15
bernhard.list@alwera.at

  • Ölkürbis Saatgut

  • Vertragsanbau

  • Die Vermehrung von Ölkürbis wird von Aussaat bis zur Ernte betreut.

    Vorteile

    • Abnahmegarantie der Ware
    • Intensive Betreuung
    • Dienstleistung ab der feldfallenden Frucht (Trocknung bei ALWERA AG)
    • Fachberatung

     

    Voraussetzungen Isolationsabstände.

    Im Bereich der Ölkürbis-Saatgutvermehrung ist ein Isolationsabstand notwendige Voraussetzung für den Anbau dieser Kultur. Das Feld, auf dem Ölkürbis vermehrt werden soll, muss einen Mindestabstand von entweder 500 m (Gleisdorfer Populationssorte) oder 1.500 m (Hybridkürbis) zu Kürbisgewächsen (Zucchini, Gurke, Melone, Kürbis) haben. Fremdbestäubung würde das Saatgut verunreinigen.

    Wenn Sie vertraglich abgesicherter Ölkürbis-Landwirt für die ALWERA AG werden wollen, setzen Sie sich mit uns in Verbindung. In einem persönlichen Gespräch informieren wir Sie gerne näher zu Preislage und Anbaubedingungen.


  • Das Anbaujahr

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  • Wir sind Exklusivpartner der Saatzucht Gleisdorf in der Produktion von Ölkürbis-Saatgut. Aufgrund der steigenden Anbauflächen im Konsum-Kürbis, nimmt auch der Bedarf an geeigneten Vertragsflächen für die Saatgut-Produktion stetig zu und beträgt mittlerweile einige hundert Hektar.

    Seit einigen Jahren ist es uns möglich, unseren Vertragslieferanten neben der bewährten Populationssorte "Gleisdorfer Ölkürbis" auch Hybridsorten anzubieten.

    Wie zum Beispiel bei Mais, werden dabei Inzuchtlinien miteinander verkreuzt. Dabei entstehen neue Sorten, die besondere Eigenschaften aufweisen. Je nach Ausgangskomponente sind das beim Ölkürbis eine verbesserte Toleranz gegenüber Zucchinigelbmosaikvirus, Toleranzen gegenüber der Fruchtfäule sowie ein sehr hohes Ertragspotential. Die erzeugten Hybriden haben auch ein wesentlich einheitlicheres Erscheinungsbild und eine gleichmäßigere Abreife als die bekannten Populationssorten.

    Wird das Erntegut einer Hybridsorte ausgesät, kommt es zu einer Aufspaltung, die positiven Eigenschaften gehen verloren.  Ein Nachbau ist deshalb nicht sinnvoll.

    Der Ölkürbis zählt zu den einhäusig getrenntgeschlechtlichen Pflanzen. Das bedeutet, dass auf einer Pflanze männliche und weibliche Blüten vorhanden sind (wie z. B. bei Mais). Im Unterschied zu manch anderen Kulturpflanzen, kann beim Ölkürbis die Befruchtung nur durch Insekten, nicht jedoch durch Wind erfolgen. Da diese Insekten sehr mobil sind, ist bei der Saatgutproduktion eine großräumige Isolation der Vermehrungsschläge gegenüber anderen Kürbisgewächsen unbedingt notwendig. Der Gesetzgeber schreibt hier einen Mindestabstand von 1.500 m bis zum nächsten Kürbisbestand vor, um eine unerwünschte Einkreuzung auszuschließen. 

    Anbau

    In der Hybridsaatgutproduktion wird zwischen männlichen und weiblichen Pflanzen unterschieden, bei Populationssorten ist diese Unterscheidung nicht notwendig.

    Ähnlich zum Saatmais wird auch beim Ölkürbis die Vermehrung in Blöcken angelegt. Ein Block umfaßt zwischen 3 und 6 weibliche Reihen und eine männliche Reihe. Die Aussaat beginnt gewöhnlich mit der männlichen Linie in einem Reihenabstand von 7 bis 9 Metern, dazwischen wird zu einem anderen Zeitpunkt die weibliche Linie angebaut.

    • Anbau
    • Anbau

    Kulturführung


    Pflanzenschutz

    Im konventionellen Anbau erfolgt im Normalfall eine Kombination aus chemischen und mechanischen Pflanzenschutzmaßnahmen. Im biologischen Anbau natürlich nur mechanisch mittels Maschinen- und Handhacke.


    Blüte

    Populationssorten blühen bei der Saatgutproduktion frei ab.

    Bei der Hybridproduktion ist eine Befruchtungslenkung zwischen weiblicher und männlicher Linie erforderlich. Die männlichen Blüten müssen in der weiblichen Komponente entfernt werden oder erst gar nicht ausgebildet sein.

    Da die Kürbispflanze über einen Zeitraum von rund zwei Wochen täglich neue Blüten ausbildet, ist ein Entfernen der unerwünschten männlichen Blüten praktisch nicht möglich. Durch den gezielten Einsatz von Wuchsstoffpräparaten kann jedoch die Ausbildung der männlichen Blüten in der weiblichen Linie verhindert werden.

    Neben der Befruchtungslenkung hat die Entfernung von Fremdtypen vor Blühbeginn große Auswirkungen auf das Erscheinungsbild des fertigen Hybriden. Um die vom Gesetzgeber geforderten Sortenreinheiten einhalten zu können, ist ein sehr gewissenhaftes Arbeiten unserer Vertragspartner zu diesem Zeitpunkt erforderlich.

    Je nach angebauter Sorte und Anbaudesign kann nach der Blüte ein Entfernen der männlichen Komponente erforderlich sein. Auf jeden Fall ist auf eine strikte Trennung der männlichen und weiblichen Linie zu achten.

    Ernte

    Die Saatguternte beginnt je nach Witterung Ende August und endet nicht vor Mitte Oktober.  Rund eine Woche vor der Ernte werden die Früchte geschwadet. Um die notwendige Sortenreinheit zu gewährleisten, müssen die aufgereihten Kürbisse von den Vermehrern kontrolliert und die Früchte die dem Sortentyp nicht entsprechen, entfernt werden.

    Ist dies geschehen, erfolgt eine abschließende Kontrolle durch amtliche Saatgutanerkenner und unsere Mitarbeiter. Erst jetzt erfolgt die Freigabe und der Bestand kann geerntet werden.