Kürbis Konsum

ein Kürbisfeld mit vielen reifen Ölkürbissen
eine Kürbisblüte mit einer Biene darauf in Großaufnahme

Vertragsanbau

Der Ölkürbis-Vertragsanbau (Konsum) ist die flächenstärkste Kultur im Vertragsanbau der Alwera. Er richtet sich an landwirtschaftliche Betriebe, die eine bewährte Kultur mit klaren Abläufen und gesicherter Abnahme suchen. Die Zusammenarbeit ist über einen Anbau- und Liefervertrag geregelt und bietet hohe Planungssicherheit.

 

Vorteile

Abnahmegarantie der gesamten Ernte
Vereinfachte Auszahlungsmodalitäten
Saatgutbezug direkt vom Produzenten
Fachberatung vom Anbau bis zur Ernte
Anbau konventionell oder biologisch möglich

 

Zwei Personen stehen auf einem Kürbisfeld und betrachten auf einem Tablet digitale Informationen zu aufgeschnittenen Kürbissen, während reife Kürbisse im Hintergrund liegen.

Das Anbaujahr

Der Ölkürbis ist die flächenstärkste Kultur im Vertragsanbau von Alwera und wird jährlich auf mehreren tausend Hektar in Österreich angebaut. Ausgehend von der Steiermark hat sich der Anbau auf zahlreiche Regionen ausgeweitet.

 

Für den Anbau eignen sich insbesondere jene Lagen, in denen auch Mais und Wein zuverlässig gedeihen. Je nach Standort und Witterung liegen die Hektarerträge im Konsum-Vertragsanbau bei rund 500 bis 1.000 kg Kürbiskernen pro Hektar.

 

Alle wichtigen Termine und Pflichten im Anbaujahr finden Sie übersichtlich in der Checkliste zum Kürbisjahr.

Aussaat

Die Aussaat erfolgt ab Ende April mit Einzelkornsägeräten.

Wichtige Richtwerte:

  • Bodentemperatur: mindestens 13 °C

  • Saattiefe: 2 – 5 cm

  • Endpflanzenzahl: 13.000 – 18.000 Pflanzen/ha
    (≈ 1,3 – 1,8 Pflanzen/m²)

Im Ölkürbis-Vertragsanbau werden Sorten aus Züchtungen der Saatzucht Gleisdorf eingesetzt. Sortenspezifische Empfehlungen zu Reihenweiten und Abständen sind zu berücksichtigen. Unser Fachpersonal berät Sie dazu gerne.

Pflanzenschutz

Im konventionellen Anbau spielt der Pflanzenschutz mit Herbiziden – insbesondere in Feuchtgebieten – eine größere Rolle. In trockeneren Lagen wird häufig mechanischer Pflanzenschutz eingesetzt, wie er im biologischen Anbau Standard ist.

Blüte

Die Blühperiode ist entscheidend für den Ertrag. Ölkürbis ist getrenntgeschlechtlich und auf Insektenbestäubung angewiesen. Vor allem Bienen und Hummeln übernehmen den Großteil der Befruchtung.

Nach der Fruchtanlage ist der Kürbis nach rund 55 Tagen erntereif.

eine noch geschlossene Kürbisblüte
eine große gelbe Kürbisblüte und am Blütenstempel sieht man einige Bienen
eine Kürbisknospe in Großaufnahme

Ernte

Die Ernte beginnt je nach Witterung Anfang September und endet meist Mitte Oktober.

  • Einsatz überwiegend gezogener Erntemaschinen, vereinzelt selbstfahrende Systeme

  • Schwaden der Kürbisse (einige Tage) vor der Ernte erforderlich

Die Maschine zerkleinert die Früchte, trennt Kerne und Fruchtfleisch. Pflanzenreste verbleiben als organischer Dünger am Feld.

Wichtig: Feldfallende Kürbiskerne müssen unverzüglich gewaschen und getrocknet werden, um Qualitätsverluste zu vermeiden

Waschen & Trocknen

  • Waschen mit Trommelsieben unter Zugabe von Wasser

  • Ausgangsfeuchte: 50 – 60 %

  • Zielrestfeuchte: 6 – 8 %

  • Trocknung: indirekt beheizt, ca. 60 °C, Dauer rund 12 Stunden

  • Regelmäßiges Rühren verhindert Zusammenkleben und beschleunigt den Prozess

Nach der Trocknung werden die Kürbiskerne maschinell gereinigt, in neue Big Bags abgefüllt und gekühlt gelagert.

Reife Kürbisse liegen in langen Reihen auf einem abgeernteten Feld, vorbereitet für die Ernte in der landwirtschaftlichen Produktion.
Kürbisse werden bei der mechanischen Ernte von einer landwirtschaftlichen Maschine aufgenommen und auf einem Feld gesammelt.
Ein Traktor mit einer Kürbiskernerntemaschine auf einem Kürbisfeld bei der Ernte von oben fotografiert

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