Ölkürbis Saatgut Vermehrung

eine gelbe Kürbisblüte inmitten von großen grünen Kürbisblättern
ein Alwera-Mitarbeiter beim händischen Aussortieren und Sichten von Kürbis-Saatgut

Vertragsanbau

Die Ölkürbis-Saatgutvermehrung richtet sich an landwirtschaftliche Betriebe, die über geeignete Flächen verfügen und eine vertraglich abgesicherte Spezialkultur anbauen möchten. Alwera AG begleitet die Vermehrung vom Anbau bis zur Ernte und übernimmt die weitere Aufbereitung.

 

Vorteile

Abnahmegarantie der Ware
Intensive fachliche Betreuung
Dienstleistung ab der feldfallenden Frucht (Trocknung bei Alwera AG)
Persönliche Fachberatung von der Aussaat bis zur Ernte
Hände halten frische grüne Kürbiskerne über einen aufgeschnittenen Kürbis bei der Saatgutgewinnung.

Das Anbaujahr

Im jeweiligen Anbaujahr erfolgt die Ölkürbis-Saatgutproduktion in Zusammenarbeit mit der Saatzucht Gleisdorf, deren Exklusivpartner Alwera ist. Aufgrund der steigenden Konsum-Ölkürbisflächen werden jährlich mehrere hundert Hektar geeigneter Vermehrungsflächen benötigt.

 

Je nach Anbaujahr und Flächenverfügbarkeit stehen den Vertragslandwirt:innen die Populationssorte „Gleisdorfer Ölkürbis“ sowie Hybridsorten zur Verfügung. Hybridsorten bieten höhere Ertragspotenziale, verbesserte Toleranzen und eine gleichmäßigere Abreife, sind jedoch nicht nachbaufähig.

 

Ölkürbis wird ausschließlich durch Insekten bestäubt. Daher ist im Anbaujahr die Einhaltung der gesetzlichen Isolationsabstände entscheidend. Für die Saatgutvermehrung ist ein Mindestabstand von 1.500 m zu anderen Kürbisbeständen vorgeschrieben und Voraussetzung für die Nutzung der Fläche.

Anbau

Bei Hybridsorten wird zwischen männlicher und weiblicher Linie unterschieden, bei Populationssorten ist das nicht notwendig.

Die Anlage erfolgt blockweise, ähnlich wie im Saatmais:

  • 3 – 6 weibliche Reihen

  • 1 männliche Reihe

  • Reihenabstand der männlichen Linie: 7 – 9 m

  • Zeitlich versetzte Aussaat von männlicher und weiblicher Komponente (Linie)

Traktor mit Sämaschine legt Reihen auf einem vorbereiteten Acker an und sät Kürbisse im landwirtschaftlichen Anbau.

Pflanzenschutz

  • Konventionell: Kombination aus chemischen und mechanischen Maßnahmen

  • Biologisch: ausschließlich mechanisch (Maschinen- und Handhacke)

Blüte & Befruchtungslenkung

  • Populationssorten: freie Abblüte

  • Hybridsorten: gezielte Befruchtungslenkung notwendig

Dabei müssen:

  • männliche Blüten in der weiblichen Linie verhindert werden

  • Fremdtypen vor Blühbeginn konsequent entfernt werden

Zur Sicherstellung der Sortenreinheit ist sehr sorgfältiges Arbeiten im Bestand erforderlich. Je nach Sorte kann nach der Blüte ein Entfernen der männlichen Komponente notwendig sein.

eine noch ganz geschlossene Kürbisblüte in Großaufnahme
eine Kürbisblüte und eine kleine Kürbisfrucht am Feld in Großaufnahme zwischen Kürbisblättern
eine große gelbe Kürbisblüte und am Blütenstempel sieht man einige Bienen

Ernte

Die Saatguternte beginnt witterungsabhängig Ende August und dauert bis mindestens Mitte Oktober.

  • Schwaden der Früchte ca. eine Woche vor der Ernte

  • Kontrolle und Entfernen sortenfremder Früchte durch den Vermehrer

  • Abschließende Kontrolle durch amtliche Saatgutanerkenner und Alwera

Erst nach Freigabe wird der Bestand geerntet und übernommen.

Kürbisse werden bei der mechanischen Ernte in einem Ernteaggregat gesammelt, im Hintergrund ein Feld mit reifen Früchten.
Traktor mit Erntegerät sammelt reife Kürbisse, die in Reihen auf einem landwirtschaftlichen Feld liegen.